„Dreimal 7 Jahre in Tibet“ - Großes Kino aus Gleisdorf

Mag. Peter Gerstmann

25 Jahre nach dem Kassenschlager mit Brad Pitt („Sieben Jahre in Tibet“) ist nun also endlich eine Neu-Verfilmung des Klassikers vor der Fertigstellung. Allerdings mit wesentlichen Neuerungen, die dem teilweise etwas weltfremden Klassiker durchaus gutgetan haben.

Der Ort:
Schauplatz ist nicht mehr das asiatische Hochland – „Tibet“ steht nunmehr als Metapher für geistige Höhen, aber auch für karges, mühsames Dasein, für Erleuchtung und innere Einkehr. Nach 3 x sieben Lehrjahren hat der (etwas vorlaute) Held endlich ein „Hochland“ erreicht, in dem er weitere 21 Jahre als „Meister“ in einem (Bildungs-)Tempel zubringt und Neues gestaltet.

Die Zeit:
Der Zeitraum wurde von 7 auf 20 Jahre ausgedehnt, mit Vor- und Nachspann sind es exakt 21 Jahre. Also der dreifache Zeitraum. Der Drehbuchautor begründet das wie folgt: Sowohl 3 als auch 7 sind magische Zahlen, 3 mal 7 sind also im doppelten Sinne magisch – eine magische Zeit. Außerdem lassen sich gesellschaftliche und persönliche Veränderungen im Rahmen eines größeren Zeitraumes wesentlich anschaulicher und interessanter gestalten. Das Geschehen spielt außerdem in der Gegenwart einer steirischen Kleinstadt.

Die Handlung:
Gezeigt wird nicht mehr die – teilweise klischeehaft überzeichnete – Begegnung eines österreichischen Forschers mit dem jungen Dalai Lama sowie die gesellschaftliche und politische Lage im Tibet zur Mitte des 20. Jahrhunderts, sondern die innere Entwicklung eines reifen Mannes und die wechselseitigen Einflüsse auf und von Bildung, sozialem Lernen und menschlicher Interaktion. Der Protagonist hat sich harten Bewährungsproben und immer neuen Herausforderungen zu stellen – letztlich bewährt er sich und gelangt zu innerer Gelassenheit.

Die Hauptfigur:
Aus „Heinrich Harrer“ wird „Nico Schweighofer“: Pädagoge, Kunstfreund, Musiker, Sportler. Vater.
Anders als in der Vorlage muss er sich zunächst als „Einzelkämpfer“ den Anforderungen und Prüfungen in „Tibet“ stellen – allerdings gelingt es ihm im Laufe der Jahre, tüchtige Sherpas anzuheuern und sich bei jungen und älteren Eingeborenen sehr bald Respekt und Ansehen zu verschaffen, Sympathien zu erwerben. Und äußerst erfolgreich zu sein.

Produktion:
Das Drehbuch folgt dem gleichnamigen Roman von Nico Schweighofer. Regie führte Nico Schweighofer, als Hauptdarsteller glänzt Nico Schweighofer. Gedreht wurde in Echtzeit (2002-2022).

Prädikat: großartig, besonders wertvoll!, Jfr.

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